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Als sich Dario Quenstedt auf der Sportschule in Magdeburg in der 5.
Klasse für den Handball entschieden hatte, ging alles sehr
schnell. "Beim Vorspielen habe ich die erste Hälfte auf dem
Feld gespielt, die zweite Halbzeit im Tor. Draußen muss ich nicht
so gut gewesen sein", erinnert er sich Augen zwinkernd.
"Ich wollte gar nicht ins Tor, doch inzwischen macht mir der
Job riesengroßen Spaß", ergänzt Quenstedt, der alle
Nachwuchsteams des SC Magdeburg durchlief und mit der B- und
A-Jugend jeweils Deutscher Meister wurde.
Anschließend gelang ihm der Sprung in die zweite SCM-Mannschaft,
ehe er in den Bundesligakader berufen wurde. "Ich konnte mich
stetig weiter entwickeln. Als der SC Magdeburg in der vergangenen
Saison relativ früh die Entscheidung getroffen hatte, einen
international erfahrenen Schlussmann zu verpflichten, war für
mich schnell klar, dass ich wechseln wollte", erzählt
Quenstedt in sehr ruhigem und sachlichen Ton, wie es zu dem
Wechsel zum TuS N-Lübbecke gekommen ist.
"Es gab auch noch andere Optionen, doch das Paket des TuS N-Lübbecke
hat für mich am besten gepasst", sagt der 21-Jährige. Und
schiebt sogleich die Begründung hinterher. "Mit Markus Baur
arbeitet hier ein ambitionierter Trainer, der den deutschen
Nachwuchs fördern möchte. Der Verein hat außerdem gute
Neuverpflichtungen getätigt", sagt Quenstedt, der sehr
ehrgeizig ist. Neben den normalen Trainingseinheiten mit der
Profimannschaft ist er zweimal wöchentlich bei einem speziellen
Torhütertraining bei Martin Kussmann in Hille-Holzhausen, um sich
weiter zu entwickeln. "Das tut mir sehr gut", hat er bei
dem immer anspruchsvoller werdenden Torhüterspiel Fortschritte
bei sich erkannt. "Und natürlich versucht man sich bei
Nikola Blazicko gewisse Dinge abzuschauen, auch das bringt mich
weiter", erzählt Quenstedt, der sich vorgenommen hat,
"mich beim TuS N-Lübbecke weiter zu entwickeln und wenn ich
Spielanteile erhalte, das mit einer starken Leistung für die
Mannschaft zurück zu geben".
Wenn Dario Quenstedt spricht, wirkt das alles für einen 21-Jährigen
sehr besonnen und durchdacht. Und auch das hat seinen Grund.
"Nebenbei mache ich ein Fernstudium, das sich mit Persönlichkeitsentwicklung
befasst. Das ist einerseits sehr interessant und bietet
andererseits die Möglichkeit, seinen Kopf zu trainieren",
erläutert Quenstedt seine Beweggründe für diesen Studiengang.
In seiner Freizeit hat er schon einige Spaziergänge am
Mittellandkanal ("ich liebe die Ruhe") absolviert, nach
Möglichkeit mit seiner Freundin. Die ist nämlich auch nach Lübbecke
mitgezogen (übrigens in die vormals von Thorir Olafsson bewohnte
Unterkunft) und hat in Bad Oeynhausen einen Job gefunden.
"Mir geht es augenblicklich rundherum gut, mit dem Wechsel
nach Lübbecke habe ich alles richtig gemacht", stellt Dario
Quenstedt fest.
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